IGL Standpunkte

Gemeinden habe Vorbildfunktion im Klimaschutz

Im Sommer 2018 haben wir es auch in unserer Gemeinde erlebt und gefühlt: Der Klimawandel hat längst begonnen. Im Moment erleben wir laut Klimaforschung die Auswirkungen der Erderwärmung von einem Grad. Das Ziel des Klimaschutzabkommens, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, wird nach Überzeugung von Wissenschaftlern mit dem derzeitigen Kurs nicht erreicht, vielmehr steuern wir auf eine Erderwärmung von vier Grad zu, so Hans Joachim Schellnhuber Gründungsdirektor Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Wenn das passiert wird in vielen Teilen der Erde kein Leben mehr möglich sein. Millionen von Schülerinnen und Schüler haben diese Dringlichkeit erkannt und gehen zur Zeit Woche für Woche für den Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlagen auf die Straße - https://www.scientists4future.org/stellungnahme. Das macht uns Hoffnung, denn auch wir meinen, Klimaschutz ist keine Kür, sondern unsere Pflicht und unsere Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkeln.

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Erhalt und Weiterentwicklung von naturnahen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere

Auch unsere Kinder und Enkel sollen noch vielfältige und intakte Natur- und Lebensräume vorfinden. Deshalb wollen wir unsere wertvollen Lebensräume mit ihrer standorttypischen Tier- und Pflanzenwelt erhalten und weiterentwickeln. Kommunale Flächen, Wälder und Gewässer sollen umweltverträglich und nachhaltig bewirtschaftet werden. Wir setzen auf eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft. Bei der Gemeindeentwicklung soll Innenentwicklung vor Außenentwicklung Vorrang haben, weil wir unsere wertvollen Filderböden erhalten wollen.

Unsere schützenswerte Kulturlandschaft mit ihren Streuobstwiesen und Feldern

Die prägenden Elemente unserer Kulturlandschaft sind artenreiche Streuobstwiesen und fruchtbare Felder. Doch deren Bestand nimmt stetig ab. Die Ausweisung neuer Bau- und Gewerbegebiete und der Bau neuer Straßen führt zum Verlust unseres fruchtbaren Filderbodens. Unsere Landwirte benötigen die noch freien Ackerflächen und entsprechend große und zusammenhängende Felder um wirtschaftlich arbeiten zu können. Nur so können sie sich im globalen Wettbewerb und dem hohen Preisdruck behaupten und damit die regionale Versorgung sichern. Nager, Vögel, Wild, Insekten und andere heimischen Tiere, aber auch wir Menschen brauchen unsere artenreichen Streuobstwiesen zum Überleben und zur Naherholung. Doch die mangelnde Wirtschaftlichkeit, die zeitaufwändige Pflege und auch die Umwidmung zu Baugebieten haben zur Folge, dass immer mehr dieser ökologisch wertvollen Flächen verlorengehen.

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Bienen- und insektenfreundliches blühendes Neuhausen

Viele wichtige Nutzpflanzen, darunter auch Obstbäume, werden von Bienen bestäubt. Auch zahllose Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Dabei spielen neben den Honigbienen auch die in Deutschland lebenden über 580 verschiedenen Wildbienenarten eine wichtige Rolle. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die zunehmende Bebauung von Flächen sowie die Bodenversiegelung wird deren Lebensraum immer knapper. Viele Wildbienenarten nisten in offenen Bodenstellen oder in unbefestigten Wegen, andere brauchen wurmstichiges Holz oder leere Schneckenhäuser. Auch brauchen viele von ihnen ganz bestimmte Blühpflanzen, auf die sie sich spezialisiert haben.

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Dem Flächenverbrauch Einhalt gebieten

Allein in Baden-Württemberg wurden im Schnitt in den letzten 5 Jahren täglich ca. 5,5 Hektar, das sind täglich rund 8 Fußballfelder versiegelt. Die Flächennutzungspläne werden derzeit vielerorts fortgeschrieben und sie zeigen in den dazu vorgeschalteten Diskussionen bei uns in Neuhausen und in unseren Nachbarkommunen einen ungebremsten Flächenverbrauch auf. In diesem Dürresommer wurde uns die große Stärke unserer wertvollen Filderböden vor Augen geführt. Die Ernteausfälle waren bei uns deutlich geringer, weil die fruchtbaren Lösslehm-Böden Wasser besser speichern konnten. Diese Böden von höchster Ackerqualität müssen wir schützen und bewahren.

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Die „Filderstudie“

Zur Überprüfung und Weiterentwicklung der Wachstumspotenziale beauftragte der Verband Region Stuttgart (VRS) zusammen mit dem Kommunalen Arbeitskreis Filder (KAF) die sogenannte „Filderstudie“. Das Ergebnis der Studie wird seit Ende 2018 in den verschiedenen kommunalen Gremien der Fildergemeinden bereits vorgestellt. Diese Studie soll Grundlage einer Teilfortschreibung des Regionalplans für den Filderraum werden. Die Ersteller der Studie erfassten zunächst die Wunschlisten der einzelnen Filderkommunen, d. h. alle Begehrlichkeiten wurden in dieses Planwerk eingearbeitet. Eine mit den Kommunen abgestimmte geordnete Planung war das Ziel. Es sollten beispielsweise Flächen für Wohnen, Arbeiten und ein Wissenschaftszentrum definiert werden. Herausgekommen ist eine Zukunftsvision die vor allen Dingen zu Lasten der Landwirtschaft geht, mit all den damit verbunden Umweltschädigungen.

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Klimaschutz geht nicht ohne nachhaltige Mobilität

In Baden-Württemberg ist Verkehr für rund ein Drittel des klimaschädlichen CO2 Ausstoßes verantwortlich. Feinstaub und Stickoxide belasten unsere Gesundheit. Um nachhaltige Mobilität voranzubringen, wollen wir den öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußwege in Neuhausen weiter ausbauen und auf eine gute Vernetzung aller Verkehrsmittel achten. Die Elektromobilität vor Ort unterstützen wir ebenso wie die Elektrifizierung der gemeindeeigenen Fahrzeugflotte. Insgesamt werden wir bei der Verkehrsplanung in unserem Ort auf sichere und kurze Wege und auf Barrierefreiheit achten.