Standpunkte

Mehr Frauen in den Gemeinderat

Mit dem Reichswahlgesetz am 30. November 1918 erhielten Frauen in Deutschland das allgemeine und passive Wahlrecht und am 12. Januar 1919 wurden zum ersten Mal Frauen in ein Parlament in Württemberg gewählt. Doch auch heute noch, 100 Jahre später, sind Frauen in gewählten Parlamenten unterrepräsentiert. Eine ausgeglichene Beteiligung von Frauen und Männern wäre aber notwendig für eine gleichberechtigte demokratische Teilhabe und Vertretung aller Bürgerinnen und Bürger.

Macht es wirklich einen Unterschied, ob im Gemeinderat Männer oder Frauen Entscheidungen für die Bürgerinnen und Bürger von Neuhausen treffen? Wir IGL meinen, es macht einen Unterschied. Bei einer immer komplexeren politischen Aufgabenstellung können wir als Gesellschaft nicht auf die verschiedenen Blickwinkel der Geschlechter verzichten.

In Baden-Württemberg wurden bei der Kommunalwahl 2014 nur 23,9 Prozent Frauen in den Gemeinderat gewählt und 18,9 Prozent in den Kreistag. In Neuhausen lag der Frauenanteil bei 31,8 Prozent, d. h. lediglich 7 von 22 Sitzen sind derzeit von Frauen besetzt. Für die bevorstehenden Aufgaben sollten auch in Neuhausen die Sichtweisen von Frauen und Männern gleichgewichtig zum Tragen kommen. Deshalb ist die Wahlliste der IGL mit 11 Frauen und 11 Männern besetzt.

Ohne Geschlechtergerechtigkeit bleibt die Demokratie unvollendet.

Sorgen Sie bei der Kommunalwahl 2019 mit Ihren Stimmen dafür, dass zukünftig nicht mehr Männer die Ansichten und Interessen von Frauen repräsentieren.

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