Standpunkte

Steigende Einwohnerzahlen erfordern eine andere Sportinfrastruktur

Bedingt durch neue Wohngebiete erlebt Neuhausen in den letzten und auch in den kommenden Jahren einen großen Bevölkerungszuwachs. Schon heute bekommen dadurch die Sporttreibenden Vereine von Neuhausen den erhöhten Bedarf an Sportflächen zu spüren. 2016 beauftragte die Gemeinde eine Sportentwicklungsplanung. Die Ressourcen der Vereine sollten gehoben und Synergien gebildet werden um damit die Raumnot abmildern zu können.

Gleichzeitig starteten die verschiedenen IGEK (Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept) Beteiligungsverfahren. Den Bürgerinnen und Bürgern wurde vermittelt, dass sich mit dem S-Bahn-Anschluss und der Lage des Bahnhofs in Neuhausen die gesamte Infrastruktur, die Lage der Wohngebiete, der Sportstätten ändern muss. Völlig frei und ohne Rücksicht auf Topographie, Hochwasserschutzgebiete, landwirtschaftliche Flächen, schützenswerte Naturräume oder Ähnliches sollten sie Planspiele entwickeln wo was in Zukunft angeordnet werden sollte. In welchem Zeitfenster Zukunft sein wird wurde nicht benannt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die IGEK-Prozesse vor allem der Vorbereitung für die Fortschreibung des Flächennutzungsplans dienten. Bei allen Beteiligten, auch bei den Sporttreibenden Vereinen, lösten sie jedoch große Hoffnungen und Erwartungen aus. Von einem Sportzentrum mit Stadion, Fußballfeldern, Kalt- und Tennishalle am östlichen Ortsrand (Ob den Halden) rund um die Tennisanlage war die Rede. Dort sollte der von dem beauftragten Büro bescheinigte erhöhte Bedarf an Hallenkapazitäten und Sportflächen zukünftig gedeckt werden. Eine mögliche Finanzierung wurde nie dargestellt und bezüglich des Standorts befand man sich in einer Einbahnstraße. Es gab keine Offenheit für mögliche andere Standorte.

Schnell stellte sich heraus, dass der Planungshorizont ab 10 Jahren und der Bedarf der Vereine – sofort – auseinanderklaffen. Die Vereine erarbeiteten eine alternative Sportentwicklungsplanung. Diese beinhaltet eine neue Kalthalle auf dem Festplatz, Umwandlung bzw. Sanierung von Fußballplatz in einen Kunstrasenplatz und Sanierung des Kleinspielfelds. Nach Prüfung durch die Verwaltung stellte sich im März 2019 heraus, dass sich die Kalthalle auf Grund des dortigen Hochwasserrisikogebiets nicht auf dem Festplatz umsetzen lässt.

Auch wir IGL sehen, dass die finanziellen Spielräume unserer Gemeinde begrenzt sind und die Mittel in den nächsten Jahren in erster Linie in unsere Pflichtaufgaben – wie Sanierung unserer Bildungseinrichtungen, neue Kinderbetreuungseinrichtungen, Kläranlage – gesteckt werden müssen. Wir erkennen aber auch die Not unserer Vereine und befürworten die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur. Deshalb wollen wir…

  • dass die Verwaltung die Sanierung der bestehenden maroden Sportplätze auf den Weg bringt.
  • dass bei den bestehenden Sportanlagen geprüft wird, wo und in welcher Weise und ab wann eine Weiterentwicklung stattfinden kann.

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